Wie erkennt eigentlich eine App anhand eines Bildes die Baumart? Mathematik zum Anfassen!

Jan beim MINT-EC Camp (©MINT-EC)

Ich habe vom 22.10 bis zum 25.10 das Mint-EC Camp Math Talent School in Kaiserslautern besucht. Dieses wurde vom Fraunhofer ITWM (Institut für Wirtschafts- und Technomathematik) und der Tu Kaiserslautern durchgeführt.

Nach der Ankunft mit dem Zug in Kaiserslautern sind wir zusammen vom Bahnhof mit einem Bus zur Jugendherberge gefahren. Die Jugendherberge ist sehr gut.

Anschließend wurde uns die Fraunhofer Gesellschaft von den Mitarbeitern des Fraunhofer ITWMs vorgestellt. Zusätzlich haben wir uns in die verschiedenen Projekte aufgeteilt, an denen wir in den darauffolgenden Tagen gearbeitet haben. Anschließend gab es ein Abendessen und als Abschluss haben wir im Plenum gesessen und über unsere Erwartungen gesprochen und uns kennengelernt.

Jan beim MINT-EC Camp (©MINT-EC)

Am 2. Tag gab es eine kurze Führung durchs Fraunhofer ITMW. Danach haben wir mit den am vorigen Tag festgelegten Projekten begonnen. Ich war im Projekt „Laubblatt-Erkennung“. Unsere Aufgabe war es ein Computerprogramm zu schreiben, dass anhand eines Bildes die Baumart eines Blattes bestimmen kann. Zunächst waren wir recht ratlos, haben dann aber versucht das Problem zu vereinfachen und sind dann auch auf einen Lösungsweg gekommen, den wir dann auch nachgegangen sind. Am Abend wurde noch gegrillt und wir haben im Plenum unsere Erfahrungen vom Tag mit den anderen Gruppen ausgetauscht.

Am 3. Tag haben wir dann unser Projekt allgemein fertiggestellt, hätten aber mit mehr Zeit gerne noch weitere Ergänzungen vornehmen können. Nach dem Mittagessen haben wir eine Führung durch die TU Kaiserslautern bekommen. In der Mathematik-Fachschaft haben wir anschließend einen Einblick in das Mathematikstudium an der TU Kaiserslautern erhalten. Den Abend ließen wir gemeinsam mit Bowlen ausklingen.

Am 4. Tag hatten wir dann Zeit unsere Präsentation vorzubereiten und nach dem Mittagessen, das wie immer in der Mensa der TU Kaiserslautern eingenommen wurde, stellten wir unsere Ergebnisse der Gruppe vor. Anschließend ging es dann mit dem Bus zum Bahnhof und von dort aus zurück nach Hause.

Jan beim MINT-EC Camp (©MINT-EC)

Allgemein hat das Camp wirklich Spaß gemacht und man hat viele Leute kennengelernt. Wir hatten sehr viel Freiraum sowohl in den Projekten als auch außerhalb. In den Projekten wurden wir durchgehend von einem Experten des Fraunhofer ITWM unterstützt, konnten aber unseren eigenen Lösungsweg suchen ohne dass wir irgendwelche Vorgaben hatten. Dies empfand ich als eine sehr schöne Erfahrung, da man anders als in der Schule nicht immer einen Lösungsweg hat, der richtig ist sondern es uns offen gelassen wurde wie wir das lösen.

Negativ fand ich nur, dass ich gerne länger an dem Projekt gearbeitet hätte, da wir noch einige Ideen zur Erweiterung hatten, die wir aber aufgrund der fehlenden Zeit nicht mehr ausführen konnten.

Insgesamt habe ich aber einen sehr interessanten Einblick in den Aufgabenbereich und die Arbeitsweise eines Mathematikers bekommen und freue mich schon nächstes Jahr eventuell erneut an einem Mint-EC-Camp teilnehmen zu dürfen.